

mag. ART Susanne Strobl
Film- und Musiktheaterregisseurin,
Drehbuchautorin, Librettistin,
Animationsfilmerin, Filmproduzentin,
Sängerin und Schauspielerin.
VITA
Susanne Strobl studierte, nach einem einjährigen Stipendium in San Francisco 1983-84, Grafik, Illustration und Fotografie an der Universität für angewandte Kunst Wien, mit Schwerpunkt Animationsfilm. 1989 absolvierte sie ihre Diplomprüfung mit dem Realfilm und teilweise animierten Kurzfilm „Egon kommt - Eine filmische Farce“, der ihr den Weg zu internationalen Filmfestivals, etwa dem renommierten Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart, und dem Filmgeschäft öffnete. Ihr zweiter Kurzfilm „Salut Bambine! - Ein Real-Comic“, ebenfalls ein Realfilm, mit geringem Anteil 3D-Folientrick, hatte seine Uraufführung bei der Viennale und eröffnete das Hiroshima International Animation Festival 1994, wo er im „Best of the World“-Programm lief. In beiden Kurzfilmen spielte sie die Hauptrolle selbst, beide Filme erhielten Preise, u. a. den Publikumspreis beim Frauenfilmfestival „Silence, elles tournent!“ in Montreal.
Ebenfalls 1994, schrieb sie das Drehbuch zum erfolgreichsten österreichischen Kinokinderfilm „Die Knickerbocker-Bande: Das sprechende Grab“ (mit Co-Autoren), der international verwertet wurde. Auch der Kino-Episodenfilm „Kino im Kopf“ (1996) mit ihrer Episode „Der letzte Happen - Eine Schwarze Komödie“ (Drehbuch, Regie, Cast/ Erzählerin) wurde breit gezeigt. Weitere Drehbuch- und Regieaufträge folgten.
Parallel dazu begann sie 1996 ihre Gesangsausbildung, die sie 1999 mit der Bühnenreife im Fach Oper abschloss. Währenddessen sang sie im Arnold Schoenberg Chor Konzerte unter der musikalischen Leitung von Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti, Kent Nagano, und spielte und sang in Opernproduktionen, darunter "Saint François d’Assise" (Messiaen, Regie: Peter Sellars) und die Uraufführung von "Cronaca del Luogo" (Berio, Regie: Claus Guth) bei den Salzburger Festspielen 1998 und 1999, sowie "Carmen" (Bizet, Regie: Andrea Breth) bei der Styriarte. Danach als Solistin, war sie 1999/ 2000 mit der Operette „Der Zigeunerbaron“ (Johann Strauss (Sohn)) in der Soubrette-Partie der Arsena auf Deutschland-Tournee (Rosengarten Mannheim u. a.) und gab Liederabende und Ensemble-Opernkonzerte mit klassischem Repertoire in Österreich, Deutschland und Belgien.
2001 zog sie für drei Jahre nach Brüssel, wo sie zuerst an Musiktheaterregie-Workshops an der Brüsseler Oper La Monnaie mit Willy Decker, Keith Warner und Christoph Loy teilnahm. Sodann inszenierte sie das Musical "L'Homme de la Mancha" mit dem belgischen Musiktheaterensemble "Les Colyriques" für das Théâtre de la Balsamine, und entwarf dafür auch das Bühnenbild. Von 2003 bis 2008 spielte das Ensemble 27 Vorstellungen, 2019 wurde das Musical in dieser Inszenierung am Théâtre Molière in Brüssel wiederaufgenommen. Des Weiteren realisierte sie 2004/ 2005 einen Dokumentar- und Stop-motion-Puppentrickfilm für das entwicklungspolitische feministische Netzwerk WIDE über die Auswirkungen von Globalisierung, Neoliberalismus und Privatisierung auf Frauen weltweit, der zum Empowerment und zur politischen Schulung von Frauen rund um den Globus eingesetzt wurde.
Zurück in Wien, inszenierte und choreografierte sie zunächst Detailszenen (Vier Jungfrauen) bei Schoenbergs „Moses und Aron“ an der Wiener Staatsoper 2006 (Regie: Willy Decker/ Reto Nickler). Ihr Opernlibretto „Under Milk Wood“ wurde im selben Jahr am Tiroler Landestheater in Innsbruck uraufgeführt. Seit 2009 produziert und dreht sie mit öffentlichen (auch EU-)Geldern finanzierte Dokumentarfilme zu gesellschaftlichen Themen, die hauptsächlich als Bildungsfilme eingesetzt werden. Ab 2015 entwickelte sie zudem Drehbuch und Regiekonzept zu ihrem geplanten Kinolangspielfilm-Regiedebüt, wofür sie mehrere Recherchereisen u. a. nach Beijing, Shanghai und Suzhou unternahm. Dieser Film befindet sich nun in der Vorproduktionsphase. Der Drehbeginn ist für 2027 vorgesehen. Sie lebt und arbeitet weiterhin in Wien.
